Thors Hammer im Praxistest

Sofort nach Auslieferung, erste Tests an der Küste und größeren Forellenseen

Wie bei der Markteinführung bereits angemerkt, ist es schwierig mit einer Meerforellenrute dem persönlichen Anspruch der Mehrheit der Küstenangler gerecht zu werden, dazu liegen diese, individuell betrachtet, oft zu weit auseinander.

Vor einigen Jahren noch, hätte ich Thors Hammer von seiner Dynamik & der Aktion her, als “zu weich” empfunden. Dies lag jedoch ganz einfach daran das ich zu dieser Zeit fast ausschließlich Meerforellenblinker zwischen 18 und 30 Gramm fischte, damals waren Snurrebassen noch meine Favoriten. Bis ich Björn und damit seine Troutwerk Blinker kennen lernte.

Aktion & Dynamik

Die tatsächlichen Eigenschaften einer Angelrute lassen sich nur sehr oberflächlich beschreiben, denn Begriffe wie “semiparabolische Aktion” oder “mittel-harter Blank” lassen Raum für eine riesige Bandbreite dessen, was der einzelne Angler darunter versteht.

Eigentlich geht dies nur über Referenzen die vielen Meerforellenanglern bereits bekannt sind, daher ein paar Beispiele aus meinen eigenen Erfahrungen an der Küste (Ruten die ich in den letzten Jahren selbst fischte) dazu.

Thors Hammer ist….

  • deutlich weicher als z.B. eine Daiwa Ballistic oder eine Dega Lars Hansen Silverdream
  • hat in etwa das gleiche Rückgrad wie eine Daiwa Morethan oder der noch etwas weicheren Sportex Carat Z, besitzt jedoch eine etwas sensiblere Spitze
  • fühlt sich im Drill etwa so an wie eine Daiwa Exceler, wirft leichte Köder jedoch weiter und vermittelt ein noch besseres Ködergefühl
  • vermittelt also in etwa den “Spagat” zwischen den genannten Rutenmodellen, wobei Thors Hammer im Wurf – insbesondere leichter Köder – eben mehr Dynamik entwickelt.

Um dies tatsächlich so wie oben beurteilen zu können, müssen Thors Hammer & die genannten Rutenmodelle selbst einmal durch die eigene Hand gegangen sein, um diese Vergleiche ziehen zu können. Wir hoffen jedoch mit dieser Beschreibung den Anglern behilflich sein zu können, die eines der anderen, oben genannten Modelle bereits kennen und selbst gefischt haben.

Zwischen meinen Beinen sieht man einen der Prototypen von Thors Hammer, beim Test am Forellensee in Vöhrum, im vergangenen Dezember, dort noch eine Variante mit Korkgriff, aber identischem Blank.

Das Troutwerk Team hatte während der Entwicklungszeit ausreichend Gelegenheit die Prototypen zu testen, nicht jedoch die letztendlich durch unseren Rutenbauer gefertigte Rute für den Endkunden, dazu blieb lediglich eine Woche bis zur Markteinführung. Dies haben wir dann in der vergangenen Woche noch einmal etwas intensiver an der Küste nachgeholt.

Und ja, es gab nicht immer Fisch, von Eckernförde bis zur Lübecker Bucht sind dieses Jahr sehr viele Schweinswale unterwegs, ich hatte an jedem Angeltag das “Vergnügen” es zu beobachten, manchmal sogar im Trupp von 3 Tieren (diese Woche Montag) gleichzeitig.

Schweinswal voraus…

Heute war unser Angelkollege Stefan mit Thors Hammer an der Küste unterwegs und hat uns die folgenden, 2 Fotos übermittelt. Nach den Stürmen der letzten Woche geht also wieder etwas…

Die Kleine war gerade massig und schwimmt wieder….
diese durfte mit…

Kundenfeedback: Von seinen eigenen Erfahrungen mit Thors Hammer, berichtet er nachfolgend also einfach selbst…

Meine persönlichen Eindrücke zu Troutwerk´s „Thors Hammer“

Nachdem ich schon des Öfteren einige Leute von der Troutwerk- Mannschaft an der Küste traf, erzählte mir Felix bei einer dieser Gelegenheiten auch etwas von deren Ruten-Projekt „Thors Hammer“.

Klang alles recht gut und wie der “Zufall” es wollte, hatte Björn sogar einmal einen Prototypen mit dabei zum Test.

Klar, mit meiner Daiwa Ballistic-X Seatrout bin ich immer ziemlich gut zurecht gekommen. Aber, nicht bei den leichten Ködern unter 15g. Dafür müsste ich die Rute wechseln und darauf hat wohl Keiner Lust, zwei Ruten mit ans Wasser zu nehmen – geschweige denn am Wasser hin und her zu wechseln.

Zumindest ist es bei mir so. Naja, erzählen können die Hersteller viel, was die Ruten können, oder eben auch nicht, wie man leider oft erst hinterher feststellt. Mehr als 20g – Köder fische ich schon lange nicht mehr. Die Länge passte mir auch, da ich schon immer längere Ruten von 3.15-3.30m mag.

Also kurzerhand die Rute mit Björn getauscht um mal zu testen.

Was soll ich sagen: Liegt schön in der Hand, aber, liegt meine Daiwa auch.

Ok, Köder Test:

Angefangen mit 20g Thor, oooohhh die wirft deutlich besser als Meine, zwar weicher, aber läd sich besser und deutlich fühlbar auf, da gewöhnt man sich schnell dran. Wieder gewechselt, man muss ja testen dachte ich mir. Alles von Björn ausprobiert, ob Loki 18g, Thor 20g, Thor 15. ja, das gefällt mir, läd sich gut auf, gutes Gefühl beim Fischen.

Nun aber mal zu weniger als 15g, es war mir ja wichtig das ich auch darunter fischen kann. Thor 11g und was soll ich sagen, enorme Weiten mit dem leichten Blinker. Richtig gut, sowas suchte ich schon länger – und nun endlich so eine Rute gefunden. Bei 3.15m mindestens und dann das Wurfgewicht habe ich bisher nichts Vergleichbares gefunden.

Dies wird meine Neue, dachte ich: Also gewartet bis die Ruten raus gekommen sind und gleich eine bestellt. Paar Tage später war sie da.

Erster Angeltag an der Küste, gab es leider keinen Fisch aber zur “Gewöhnung” war es ganz gut. Gefischt hatte ich mit ner Daiwa Caldia 3000 SHA, ging – aber da ich noch eine Daiwa Caldia 4000A habe, habe ich heute diese einmal angeschnallt. Mir persönlich macht das mehr Gewicht der 4000er nichts aus, ich fand es sogar angenehmer.

Angekommen am Spot, etwas Rückenwind. Angefangen mit 20g Thor, aber da gab es nur eine Untermassige. Spot gewechselt, immer noch den 20g gefischt, Nachläufer Trupp mit 4 Fischen. Oh, schnell den 11g dran – denn für solche Situationen wollte ich ja die Rute. Nahbereich, erste Rinne abgefischt und Treffer. Schöne 45er. Die Rute hat alles optimal abgefedert und bringt richtig Spaß.
Ich konnte die Rute also heute gleich mit 2 Meerforellen einweihen, die Bilder seht ihr ja hier. Die Aktion gefällt mir sehr und das ich alle Köder fischen kann, ohne die Rute zu wechseln, sowieso.
Schönen Stock haben die Jungs von Troutwerk da auf den Markt gebracht und haben kein bisschen übertrieben was die Aktion und Eigenschaften angeht.
Ich freue mich schon auf die großen Fische, das wird richtig Spaß machen.
Viel Spaß beim lesen,

Stefan 😉

Vielen Dank für deinen Testbericht Stefan, es freut uns natürlich besonders das unsere Kunden die gleiche Begeisterung beim Fischen mit der Rute empfinden, wie wir selbst – und unsere vorherige Rutenbeschreibung 1zu1 an der Küste, im Einsatz wieder finden.

Ein gelungener Einstand von Thors Hammer an der Küste!

PS.: Björn war diese Woche zwischendurch auch noch mal erfolgreich am Forellensee unterwegs…es ist für ihn ja leider nicht immer genug Zeit um selbst an die Küste zu kommen.