Vorteil des Meerforellen- Durchlauf- / Inline- Blinkers

Inline- Blinker oder auch oft als Durchlaufblinker bezeichnet, setzen sich bei der Fischerei auf Meerforelle an der Küste immer mehr durch und sind im Begriff die klassische Einhänger- Variante beim Spinnangeln abzulösen.

Dies ist keine Modeerscheinung, wie wir es bei vielen anderen Bereichen rund um Tackle haben kommen und gehen sehen, sondern hat einen tatsächlich nachvollziehbaren Hintergrund. Das vordergründigste Merkmal von Inlinern ist die bessere Bissausbeute bzw. deutlich bessere Landungsquote beim Fischen auf Meerforelle.

Insbesondere Meerforellen neigen dazu nachdem sie den Zug der Schnur am Köder spüren, während ihrer Fluchten diesen durch heftige Kopfschläge aus dem Maul schütteln zu wollen.

Bei Einhängern gelingt dies auch in vielen Fällen, da das Gewicht des Köders unmittelbar an den Haken gekoppelt ist und somit bei Kopfschlägen eine entsprechende Hebelwirkung entsteht, die im ungünstigsten Falle den Haken durch diese Kräfte aus dem Maul lösen und der Angler den Fisch verliert.  Dieser Effekt tritt besonders häufig unmittelbar vor dem Ziehen des Fisches über den Kescherrand auf und fast jeder Angler hat es schon mehrere Male auf diese Weise aus nächster Nähe selbst beobachten müssen…

Meerforellen-Inlineblinker sind nicht fest mit dem Haken verbunden

Inliner gleiten frei auf dem Vorfach und weisen keine feste Verbindung zwischen Blinker und Haken auf. Dieser Vorteil kompensiert die Kopfschläge der Meerforelle beim Drill natürlich nicht, es entsteht jedoch keinerlei Hebelwirkung durch das Ködergewicht am Haken – da der Blinker das Vorfach hoch steigen kann und die Meerforelle nun nur noch den Haken im Maul sitzen hat, der so eben nicht einfach abgeschüttelt werden kann.

Dies mag sich in Sätzen formuliert sehr theoretisch anhören, ist in der Praxis aber sehr gut zu beobachten.

In dem folgenden Video ist sehr gut zu sehen wie sich die Meerforelle durch heftige Kopfschläge und permanente Schüttelbewegungen des kompletten Körpers versucht des Blinkers zu entledigen, tatsächlich steigt dieser durch diese Bewegungen an der Schnur hoch und die Bemühung der Forelle verpufft komplett ins Leere:

Im Video sieht man den Blinker weit oberhalb, in einer Entfernung von ca. 50cm des Maules der Meerforelle an der Schnur hoch tanzen – weit genug entfernt also – damit die oben beschriebene Hebelwirkung durch das Ködergewicht am Haken komplett ausbleibt.

In einem Satz kann daher ganz klar gesagt werden:

Inlineblinker senken die Ausstiegsquote im Drill erheblich und bringen somit mehr Fisch in den Kescher.

Ob nun der verführerische Lauf der Köder und das Abdrehen in der Absinkphase tatsächlich den einen oder anderen Fisch mehr bringt möchte ich einmal dahin gestellt lassen, allein der oben beschriebene Vorteil ist für mich schon vor Jahren Grund genug gewesen  immer weiter auf diesen Ködertyp zu wechseln.

Die Forelle in Bild und Video ist identisch und wurde im letzten Dezember auf einen 15g Thor gefangen.