Gestern zeitgleich an Forellensee & der Küste unterwegs…

…mal läuft es, und auch mal weniger gut, wir fangen heute mal mit dem Forellensee an

Sind die Erwartungen auch noch so hoch, es läuft einfach nicht an jedem Tag gleich gut und genau dies macht die Angelei als Watangler an der Küste – aber auch an den, großen, und damit anspruchsvollen Forellenseen bei uns im Norden aus.

Björn und ich waren gestern in Vöhrum. Sicher habt ihr in den letzten Wochen gesehen das dort Björn und auch diverse andere Angler auf unsere Blinker sehr gut gefangen haben, aber dies ist eben nicht jeden Tag so.

Die ersten 2 Stunden waren echt zum Verzweifeln, weder bei uns noch bei ca. 10 anderen Anglern am See nicht ein Biss, trotz diverser Stellungswechsel war einfach nichts zu machen…wenngleich die Fische gut sichtbar in ufernähe in Gruppen entlang den See umrundeten.

Beobachten ist zunächst alles was an solchen Tagen bleibt. In der Zeit in der Björn zigmal den Blinker von groß nach klein und umgedreht wechselte, konnte ich die fetten Spiro nicht zählen, die mit diversen Ködern bestückt im gesamten Umfeld den Rest der Fische beim Aufklatschen auf die Wasseroberfläche dann auch noch verjagten. Nicht ein Biss…es blieb zunächst dabei, bis zur Mittagszeit.

Ein Saibling stieg bei mir ein…

Ihr kennt alle den Moment der besonderen Erleichterung und des tollen Glücksgefühls, wenn du nach solchen Stunden der allgemeinen Ernüchterung in einer Gruppe von mehr als 10 anderen Anglern den ersten Fisch des Tages fängst…

Du hast für den Moment den endlos scheinenden, über 2 Ha Wasseroberfläche erfolgreich entgegen gearbeitet…

Im Gegensatz zu Björn, der diesen See seit seiner Kindheit kennt, bin ich kein Forellensee-Spezi. Mein Ding ist eigentlich die anspruchsvolle Küste, und sonst gar nichts.

Gestern lief es einmal völlig anders, nachdem ich den ersten Fisch versorgt hatte, folgten in den kommenden 2 Stunden 2 Seeforellen und eine Refo, ohne das ich zuvor oder auch währenddessen an meinen Ködern “geschraubt” hätte, alle Fische bissen auf einen 6g Thor in grün-silber.

Nach dem 4. Fisch in Folge stellten sich natürlich diverse Mitangler ein die wissen wollten mit was da so gut gefangen wird, natürlich ohne diese Frage zu stellen, ihr kennt das auch. 😉

Dann hatte Björn endlich auch seinen “Entlastungsfisch” im Köcher, ebenfalls ein schöner Saibling, dies reichte uns dann. 5 sind eine runde Zahl – insbesondere dann, wenn niemand sonst um dich herum etwas gefangen hat.

Zuhause angekommen, beim Ausnehmen der Fische, bemerkte ich dann in einem Saibling und auch der Refo ordentlich Laichansatz, beim Saibling bereits gut entwickelte, lose Eier.

Es war also kein Wunder das die Fische die diversen Köder der anderen Angler verschmähten und fast vollauf mit ihrer Libido beschäftigt waren. Sehr gut konnte man dies auch tagsüber an diversen Goldforellen sehen, die dem extra angeworfenen / angebotenen Blinkern geradezu auswichen und diesen sogar um-schwammen. Bei den jeweils in Gruppen, getrennt, von bis zu 10 Fischen umher streifenden Saiblingen und Seeforellen exakt das gleiche Bild…

Ich hatte wohl lediglich ein paar Exemplare erwischt, die noch etwas zulegen wollten…aber auch dazu muss ein Köder erst einmal in der Lage sein, diesen Reiz zu wecken.

An der Küste…

…war Stefan am gleichen Tage unterwegs und fing dort diesen für einen Uferangler (in unseren Zeiten) echten Ausnahmedorsch von 69 cm!

Petri dazu Stefan, ein klasse Fisch!

Und wenn es an der Küste läuft, legt man einen Tag später (heute) doch auch gern noch mal eine schöne Meerforelle oben drauf!

Uns freut es natürlich sehr, wenn unsere Kunden so derart erfolgreich mit unseren Ködern sind. Weiter so!

Und du hast mich für den Moment erst mal geschlagen Stefan, mein größter Dorsch der letzten Zeit war 67cm, gefangen vor ein paar Wochen.

Ich weiß also auch wie cool ein Dorschdrill vom Ufer aus sein kann, …wenn der Fisch eine vernünftige Größe hat.

TL