Faulenzen am Kanal auf Barsch & Zander mit Troutwerk Durchlaufblinkern

Heute geht es einmal nicht um das Küstenangeln. In sommerlicher Witterung ist es ohnehin schwierig an der Küste vom Ufer aus…und oft fehlt auch schlichtweg die Zeit für einen längeren Angeltrip dort hin. Wann immer Björn es schafft fischt er daher gern auch an seiner nahe gelegenen Strecke des Mittellandkanal, dort auf Barsch & Zander. Jedoch nicht klassisch mit Gummifisch, sondern ebenfalls mit Troutwerk Durchlaufblinkern. Wie genau er das macht – und warum – erfahrt ihr in diesem Artikel.

Seit mehr als 25 Jahren schon gilt unter Anglern der Gummifisch als beste (bei Vielen auch als einzige) “Waffe” um Barsch & Zander auf die Schuppen zu legen, Björn geht dabei einen völlig anderen Weg…er faulenzt mit kleinen Forellenblinkern – und dies sehr erfolgreich…

Kapitaler Barsch von 48cm, seine PB liegt bei 54cm

Wie immer beim Angeln ist es sehr wichtig seine Fangerfolge regelmäßig reproduzieren zu können, denn erst dann kann man tatsächlich von gezieltem Erfolg reden und jubelt keine Zufallstreffer hoch.

Anders als beim Fischen mit dem klassischem Gummifisch, nutzt Björn dazu seine Meerforellen- Ausrüstung – und eben auch seine dazu gehörende Blinker-Box.

Es ist ihm schlichtweg ein ganz persönliches Bedürfnis grundsätzlich mit den eigenen Blinkern zu Fischen, dies nicht nur an der Küste oder dem Forellensee, sondern auch an heimischen Gewässern.

Heute geht es um das Fischen am Mittellandkanal!

Nicht immer sind es die Riesen die an den Haken gehen, aber auch hier eine gute Größe

Wie weiter oben bereits angemerkt ist das Fischen mit dem Gummifisch eine sehr effiziente Möglichkeit auf Räuber zu Fischen, keine Frage, jeden Tag werden damit überall vom Waller bis zum Rapfen tolle Fische gefangen, aber es kennt auch jeder die Nachteile dieser Fischerei.

Von den unzähligen Hängern die regelmäßig auch abgerissene Vorfächer und damit komplette Köderverluste bedeuten einmal ganz abgesehen, angelt man dabei in der Regel mit relativ schwerem Gerät und deutlich mehr Gewicht am Köder, als dies bei Björns Variante mit kleinen Durchlaufblinkern der Fall ist.

Die meisten der hier im Artikel gezeigten Fische wurden mit Blinkern in einem Wurfgewicht von 6-8 Gramm gefangen, manchmal hoch bis 18 Gramm, was aber eher die Ausnahme war. Dies ist natürlich, wie beim Fischen mit Gummifischen auch, strömungsabhängig.

Ausrüstung

Björn nutzt dazu, wie bereits gesagt, die gleiche Ausrüstung wie an der Küste. Alle hier gezeigten Fische wurden mit THORS Hammer gefangen, einer relativ sensiblen Meerforellenrute mit einem Wurfgewicht v. lediglich 5-25 Gramm! Beim Fischen mit Gummifisch benötigt man jedoch unbedingt eine sehr schnelle Rute bis ca. 80-100 Gramm WG…um den doch sehr dicken Haken eines Bleikopfes beim Anschlag tatsächlich in einem Zandermaul ausreichend zu verankern.

Dies ist bei Björns Methode nicht nötig, hier kommen ultrascharfe, dünndrahtige, kleine Haken in Gr. 6-2 zum Einsatz. Bei diesen (im Vergleich zu den Haken an einem Bleikopf) sehr kleinen Haken ist also kein monströser Anhieb nötig, die feinen Spitzen dringen auch bei einem Zander fast von selbst, tief genug ein, um den Fisch sicher zu landen.

Dies sind schon einige, geradezu elementare Unterschiede gegenüber dem Fischen mit Gummifisch, kleine, leichte Köder…leichte Rute, kleine, sehr viel schärfere Haken.

Es geht also durchaus auch anders… man könnte daher sagen: Ultralight zu Barsch & Zander…

Zudem ist diese Art auf Stachelritter zu Fischen auch sehr viel entspannter als mit Gummifischen von oftmals über 12 cm Länge und womöglich mit Bleiköpfen von mehr als 20g – und einer schwereren Rute.

Daher einfach einmal selbst ausprobieren, die genannten Vorteile sind eindeutig, es gibt jedoch auch noch Weitere… Thema Absinkphase!

Hierbei geht es um die Absinkphase bzw. ganz besonders um die Dauer des absinkenden Köders. Auch beim Gummifischen strebt der Angler eine möglichst lange Absinkphase an, eben um den Köder möglichst lange im Sichtfeld eines Fisches präsentieren zu können. Und genau dies gelingt mit kleinen Blinkern ungleich besser/länger!

Kleine Durchlaufblinker sinken nach dem Neustart des Köders sehr langsam, seitlich in einer Drehbewegung mit der Strömung des Gewässers, an gespannter Schnur ab. Hierbei ist es je nach Strömungssituation möglich den Blinker bis zu Minutenlänge unmittelbar über dem Gewässergrund, ohne weiteren Tiefgang taumeln zu lassen.

Gummifische sinken deutlich schneller wieder zurück auf den Gewässergrund!

Fazit:

Das Fischen mit kleinen Blinkern auf Zander, Barsch & Co. hat also diverse Vorteile. Björn führt den Durchlaufblinker im Grunde genauso wie er es mit einem Gummifisch tun würde, nach der überall bekannten Faulenzermethode, hat aber eine deutlich langsamere Absinkphase und kann den Köder auch ungleich weiter werfen, benötigt also weniger Würfe um eine gleich lange Strecke abzufischen.

Zudem kann der Angler nach dieser Methode sein Forellen-Tackle auch auf Zander usw. nutzen, schleppt weniger Gewicht mit sich rum und Fischt schlichtweg entspannter, aber nicht weniger erfolgreich, im Gegenteil.

Björn macht dies schon einige Jahre so. Er hat auf diese Weise schon etliche Stachelritter, Hechte, Rapfen, große Weißfische, Karfen und sogar schon einige Waller auf die Schuppen gelegt.

Probiert es einfach einmal selbst aus!

Petri!